TL;DR

  • Etwa 50 Menschen wurden bei Istanbul Pride festgenommen.
  • Die Polizei nannte „Sicherheitsbedenken“ als Grund für die Festnahmen.
  • Die LGBTQ+-Community protestiert trotz der Risiken weiter.
  • Auch Journalist:innen sahen sich rechtswidrigen Festnahmen gegenüber.
  • Die Veranstaltung symbolisiert Widerstandskraft gegen Unterdrückung.

In einer schockierenden Wendung der Ereignisse wurde die lebendige und farbenfrohe Istanbul-Pride-Parade an diesem vergangenen Sonntag, dem 28. Juni 2025, von Polizeigewalt überschattet. Nach einem jahrzehntelangen Verbot sollte die Veranstaltung ein Fest der Liebe, Identität und Widerstandskraft sein, doch stattdessen verwandelte sie sich in eine Szene des Chaos, als die türkischen Behörden etwa 50 Menschen festnahmen.

Seit 2015 ist die Istanbul-Pride-Parade verboten, doch das hat die LGBTQ+-Community nicht davon abgehalten, weiterzukämpfen. Dieses Jahr versammelten sich trotz der Risiken Tausende, um sich ihr Recht auf Feierlichkeiten zurückzuerobern. Allerdings griff die Polizei unter Berufung auf „Sicherheitsbedenken“ und die Notwendigkeit, die „öffentliche Ordnung“ aufrechtzuerhalten, ein, um die Feierlichkeiten zu stören. Die Ironie? Die Veranstaltung hatte bis zu 100.000 friedliche Teilnehmende angezogen, die alle dort waren, um ihre Identitäten zu feiern.

Unter den Festgenommenen war Muberra Unsal, eine Journalistin, die über die Veranstaltung berichtete. Obwohl sie einen gültigen Presseausweis hatte und sich als Mitglied der Presse auswies, wurde sie in Gewahrsam genommen. Die Türkische Journalist:innengewerkschaft verurteilte ihre Festnahme und bezeichnete sie als „rechtswidrig“ und als Beispiel für die anhaltende Repression, mit der diejenigen konfrontiert sind, die versuchen, die Realität des LGBTQ+-Lebens in der Türkei zu dokumentieren.

Aufnahmen von der Veranstaltung zeigten den Moment, als zivile Polizeibeamte begannen, Pride-Teilnehmende auf der Kadıköy Moda Street festzunehmen. Die Menge ließ sich von der Polizeipräsenz nicht einschüchtern und skandierte: „Heute ist unser Tag, wir marschieren!“ und trug Schilder mit der Aufschrift „LGBT sind Menschenrechte“. Ihre Entschlossenheit schimmerte durch das Chaos hindurch und zeugte von der Stärke und Widerstandskraft der LGBTQ+-Community angesichts von Unterdrückung.

Während die Welt zusieht, geht der Kampf für LGBTQ+-Rechte in der Türkei weiter. Aktivist:innen geben nicht nach, und der Geist von Pride lebt weiter, selbst angesichts von Widrigkeiten. Die diesjährigen Ereignisse dienen als deutliche Erinnerung an den anhaltenden Kampf für Gleichberechtigung und an die Notwendigkeit von Solidarität unter LGBTQ+-Menschen und ihren Verbündeten.

Die Istanbul-Pride-Veranstaltung mag einer Repression ausgesetzt gewesen sein, doch die Botschaft ist klar: Der Kampf um Rechte und Anerkennung wird nicht zum Schweigen gebracht. Die Welt schaut zu, und die LGBTQ+-Community in der Türkei ist bereit, erneut aufzustehen — stärker denn je.

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Über den Autor

Liam O'Connor

Liam O'Connor ist ein Unterhaltungsjournalist mit einem Gespür für die Berichterstattung über LGBTQ-Repräsentation in den Medien. Mit einem Hintergrund in Filmwissenschaften von der NYU und einer Leidenschaft fürs Erzäh…

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